Donnerstag, 26. November 2009

Marktbeobachtung (3)

Ja, es ist wieder mal an der Zeit, einen Blick auf jene Tabellen zu werfen, die den Händlern unter uns den Weltraum bedeuten (oder so Ähnlich).
Vor etwas über 3 Monaten wurden kleine und mittlere Rigs auf den Markt geworfen und ich habe seitdem schon zwei mal einen Blick auf den Markt geworfen: einmal eine Woche und einmal einen Monat nach der Marktpremiere der kleinen und mittleren Schiffstuningselemente.
Dabei konnte man sehen, dass sich der Preis bei mittleren und großen Rigs noch deutlich in einer Abwärtsbewegung befand.
Zeit für einen weiteren Blick. Wie immer betrachte ich die Preise für Capacitor Control Circuits (CCC) in der Region Sinq Laison.
Und, hat sich der Preis nach drei Monaten nun Stabilisiert?


Nö.

Wie gehabt: Die Preise für große und mittlere Rigs sinken weiter. In den letzten 5-6 Tagen scheinen sich die Preise zwar stabilisiert zu haben, aber ob das wirklich die preisliche Talsohle ist wird wohl nur die Zukunft zeigen.

Bei den kleinen Rigs sieht es für mich so aus, als habe sich der Preis so um den 15. Oktober herum Stabilisiert. Danach ist die Preisentwicklung in den sanften Wellengang der sich selbst regulierenden Kräfte von Angebot und und Nachfrage übergegangen, in den Walzergang von Kauf und Verkauf, das ewige Schauspiel von...

O.K., ich muss ganz schnell Abdocken und irgend etwas zu glühender Asche zerballern, zu viel Marktanalyse schlägt mir anscheinend aufs Hirn.

Dienstag, 24. November 2009

Veränderungen

Das Überleben im 0.0 -auch in einem eher befriedeten Gebiet wie Providence- ist alleine, ohne Unterstützung und Intelkanal, auf die Dauer nicht ganz einfach. Daher habe ich die Schnitzelresidenz schweren Herzens verlassen und mich bei der Rats-Corp beworben. Sie haben mich freundlicherweise aufgenommen, und damit bin ich jetzt ein Mitglied der Cold Steel Alliance, die enge Verbünderte der CVA sind und, nun ja...
Linzenzverträgen stimme ich übrigens
auch immer zu, ohne sie vorher
durchzulesen...

Dass ich die Ammar eigentlich nicht mag, habe ich ja schon erwähnt.
Muss ich dieses kleine Logbuch jetzt also umbenennen in "Der Opportunist von NewEden"? Natürlich nicht, den ich will ja...ähm...das System von innen heraus auf friedliche Weise Reformieren. Genau. Der lange Marsch durch die Instanzen sozusagen.
Ich werde mir jedenfalls auch weiterhin keine Sklaven Kaufen, keine Sorge.

Die Nächste Zeit werde ich dann wohl erstmal meine neuen Firmenkollegen kennenlernen. Sie scheinen zumindest Trinkfest zu sein, das ist doch schon mal gut.

P.S.: Oder liegt meine plötzliche Bereitschaft, die Interessen des Amarr-Imperiums zu verteidigen, am Ende daran, das das Neural Remapping eben doch meinen Charakter verändert hat? Das wäre natürlich auch eine Erklärung...

Montag, 16. November 2009

Wahlen!

Das Voting für das nächste Concil of Stellar Management (CSM) hat begonnen. Wählen kann man hier. Was das CSM ist, habe ich hier schon mal zu beschreiben versucht.
Das Hauptproblem bei der Wahl eines CSM-Kandidaten war für mich, dass man kaum etwas über diese Kandidaten weiß. Als ernsthaft interessierter Wähler müsste man dann eigentlich die GalNet-Seiten aller Kandidaten durchgehen und versuchen den passensten Kandidaten rauszupicken.
Dieses Jahr wird die Auswahl jedoch durch diesen Wahl-O-Mat Service enorm erleichtert. Damit kann man die Ansichten der Kandidaten mit der eigenen Meinung abgleichen und die Auswahl geeigneter Kandidaten schonmal enorm einschränken.

Samstag, 7. November 2009

Neuro-Philosofisches

Als nachdenklicher Kapselpilot kommt man nicht umhin, sich irgendwann über die menschliche Natur Gedanken zu machen. Spätestens wenn man das erste mal stirbt und in einen neuen Körper transferiert wird, wird einem klar, dass das Gesamte "ich" offenbar tatsächlich aus der Anordnung der Nervenzellen in dem ca. 1375 Gramm schweren Wabbelklumpen besteht, den wir unser Gehirn nennen. Und dieses "Ich" kann tatsächlich per Überlichtfunksignal in einen neuen Körper gesandt werden.
Dann besorgt man sich die ersten Implantate und muss feststellen, dass man die eigenen Fähigkeiten -und damit also die Funktionsfähigkeit des Geistes- mit Technischen mitteln hochpushen kann.
Mit dem Kauf des ersten Jump-Klones wird dann endgültig ein Trennstrich zwischen Geist und Körper gezogen. Die etwa 75 Kilo Muskeln, Sehnen, Knochen, Fett, Blut, Schleim und Gekröse an die man sich sein ganzes Leben gewöhnt hat, und mit denen man immerhin aufgewachsen ist, wird zum austauschbaren Vehikel des Geistes. Der Trend geht zum Zweitkörper. Und gäbe es nicht gesetzliche Regelungen, was spräche eigentlich dagegen, sich einen Klon vom anderen Geschlecht anfertigen zu lassen? Oder die eigene Muskelmasse etwas aufzupumpen?
Kein Wunder, dass man sich vor dem Anlegen eines Jump-Klones erst mit "Infomrph-Psychologie" beschäftigen muss, um die ganze Geschichte überhaupt geistig verarbeiten zu können.

Und wenn man sich mit der Klon-Springerei und ihren philosofischen Implikationen gerade angefreundet hat, kommen die führenden Neurologen von New Eden mit etwas Neuem um die Ecke, das das eigene Selbstverständnis erst so richtig in die Krise schleudert: Neural Remapping.

Mit der Nervlichen Neuverkartung kann man die eigenen geistigen Eigenschaften, auch Attribute genannt, verändern. die Hirngesamtleistung kann man damit nicht steigern, für die Verbesserung auf einem Gebiet muss man Abstriche auf einem anderen Gebiet in Kauf nehmen.
Man geht also zum Arzt und teilt ihm mit: "Hallo Doktor, machen Sie mich schlauer, dafür können Sie meine Ausstrahlung auf andere absenken. Und steigern Sie meine Willenskraft, wenns sein muss auf Kosten meiner Aufmerksamkeit."
"Geht klar, Kasse oder Privat? Verbesserungen des Gedächtnisses gibts diese Woche übrigens im Sonderangebot."
Die Frage, die sich bei einem so radikalen Eingriff in die Hirnstruktur stellt, ist: Kann sich dadurch der Charakter verändern? Ist man nach dem Neural Remapping überhaupt noch dieselbe Person?
Nun, ich habe an mir ein Neural Remapping vornehmen lassen und kann keine Veränderung feststellen. Aber würde ich das überhaupt merken? Zum Glück scheint jedoch auch niemanden in meiner Umgebung etwas aufgefallen zu sein.

Dennoch: hatte ich diese Neigung zum Grübeln über die Natur von Mensch und Kosmos schon vor meiner Neuverdrahtung? Ich denke schon...

Und für alle, denen das jetzt zu Pseudopfilosofisch war, hier stattdessen ein einfaches Statusupdate: Zur Zeit bin ich wieder in Sinq Laison, treibe Handel und fliege ein paar Missionen:

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Drama!

Tja, da wollte ich eigentlich von den täglichen kleinen Dramen in der einzigen NRDS-Region von New Eden berichten:

Wer hat von meinem
Tellerchen gegessen?

Aber dann gab es gestern Abend die Meldung, dass sich CVA aufgelöst hat. Und das war dann ein echtes Drama. Erinnerungen an das unrühmliche Ende der Band of Brothers (BoB) wurden wach. Dort war ein desillusionierter Direktor abtrünning geworden und hatte die Allianz erst bestohlen und dann aufgelöst, in dem er einfach die Gebühr für ihr weiterbestehen nicht bezahlte.
In der offiziellen Stellungnahme von CVA hieß es, es habe sich in diesem Fall aber offenbar um einem Hackerangriff gehandelt. Die Allianzführung trat sofort mit den zuständigen Behörden in Verbindung, um die Auflösung gar nicht erst wirksam werden zu lassen.

Es wurde festgestellt, dass es sich wohl tatsächlich um eine Cyberattacke gehandelt hatte und die CVA-Soveränität in Providence blieb erhalten. Dennoch hatten die vereinigten Streitkräfte von Providence eine rechte wilde Nacht zu durchstehen, wie man in Novenators Blog sehr gut nachlesen kann.

Und wo war ich während der ganzen Zeit? Nun, kurz nachdem ich mich über den oben gezeigten Diskurs beömmelt hatte wurde ich von einem Piraten erwischt. Ein von mir als Harmlos betrachteter Pod-Pilot, dessen Namen mit D anfing, hatte sich für einige Zeit im selben System aufgehalten wie ich. Als er verschwand und dieser Dalv auftachte habe ich den Wechsel nicht mitgekriegt und die beiden sozusagen verwechselt. Merke: im 0.0 immer genau darauf achten, wer mit dir im System ist.
Daher habe diesen mehr oder weniger historischen Tag in der Geschichte von Providence in Sinq Laison verbracht.

P.s. Hier gibt es übrigens die "Was wäre wenn"-Version der Influence-Map.

Samstag, 24. Oktober 2009

Erwachen

"Aufstehen, Mister Dys-No.". Die freundliche Frauenstimme hatte einen unverkennbaren Matar-Akzent.
Ich öffnete die Augen. Das Licht war gedämpft, dennoch kam es mir im ersten Augenblick unglaublich Hell vor. Ich fühlte eine kurze Desorientiertheit, wo war ich, wer war ich?
Dann erinnerte ich mich, dass ich genau diese Desorientiertheit schon mehrmals erlebt hatte. Natürlich, ich war in einem neuen Klon. War ich also wieder nach Fricore zurückgesprungen? Nein, ich konnte nicht auf die Implantate meines Fricore-Körpers zugreifen.
Dann kamen die Erinnerungen zurück.
"Erinnern sie sich, was passiert ist, Mister Dys-No?" Fragte die Minmatarische Ärztin. Sie wusste offenbar nicht recht, wie sie meinen Namen aussprechen sollte.
"Ja. Ich war mit meiner Thorax unterwegs. In Providence. Da war ein Gatekamp..."
"Sehr gut. Und jetzt sind Sie..?"
"In der Cloning-Abteilung einer Station der Federation Navy in...Rens."
"Hervoragend. Wir werden noch einige Standart-Tests durchführen, dann können Sie auch schon gehen."
Ich nickte nur.

Nun, irgendwann musste es ja passieren. Ich bin mit meinem Thorax-Kreuzer in ein ziemlich großes Gatecamp geraten. Mein Versuch aus der "Bubble" (Ein Energiefeld, in dem das Warpen nicht möglich ist) zu kommen war eher hilflos, und mein Schiff zerlegte es ziemlich schnell. Da ich niemanden von der CVA gebeten hatte, bei Ihnen einen Klon platzieren zu dürfen- So sehr will ich mich mit diesen Amarr dann doch nicht anfreunden- wurde ich in Rens wiedererweckt, wo ich den Sprungklon ursprünglich eingerichtet hatte.
Aber egal, das Teil war natürlich voll versichert und es grenzt eh an ein Wunder, wie lange ich völlig unbehelligt durch Providence geflogen bin. Und mein Schlachtkreuzer ist immer noch sicher mitten in der Region stationiert.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Ratten verketten


Man lernt doch ständig etwas neues in den weiten von New Eden. So habe ich gerade erst dieder Taktik des sogenannten "Chaining" gelernt. Diese Taktik beruht auf folgender Annahme: Wenn man im 0.0-Raum die dort patroullierenden Piraten (bekanntemaßen Ratten genannt) bekämpft, begegnet man auch regelmäßig Schlachtschiffen (auf die die höchsten Kopfgelder ausgesetzt sind). Diese Schlachtschiffe haben eigentlich immer eine Eskorte in Form von 2 oder 3 Fregatten oder -seltener- Kreuzern dabei. Wenn man nun die Schlachtschiffe samt Eskorte abschießt kommt nach einiger Zeit eine Neue Patroullie vorbei. Diese setzt sich dann häufig nur aus Kreuzern/Schlachtkreuzern und Fregatten zusammen.

Wenn man die Eskorte der Schlachtschiffe jedoch am Leben lässt, so rufen sie zur Verstärkung wieder neue Schlachtschiffe herbei. So bekommt man unterm Strich mehr Schlachtschiffe vor die Flinte, hurra!
Und hier nochmal das Chaining in Kurzform und bunt: